Hausabsicherung
 
Hausabsicherung

Schadenstatistik

Alle Statistiken und Untersuchungen zur Einbruchhäufigkeit sprechen eine klare Sprache: Eingebrochen wird in Deutschland sozusagen im Zweiminutentakt. Die Kriminalitätsstatistik ermittelte für das Jahr 2003 eine Zahl von rund 430.000 Einbrüchen, davon ca. 215.000 und damit genau die Hälfte in Wohnungen, Boden- und Kellerräumen. Betroffen sind dabei nicht nur Villen und einsam gelegene Häuser, sondern oft durchschnittliche Einfamilien- und Reihenhäuser oder Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Gerade die durchschnittlichen Haushalte sind von den Folgen eines Einbruchs schwer getroffen: Abgesehen von den psychischen Folgen sind sich viele Privathaushalte der Werte von alltäglichen Gegenständen gar nicht bewusst. Nicht selten stellt sich erst im Schadensfall eine Unterversicherung heraus.

Prävention und Sicherheit

Um sich gegen Einbruch wirkungsvoll zu schützen, muss man sich nur das Schema, nach dem die meisten Einbrüche zustande kommen, vergegenwärtigen, um den Zusammenhang zwischen Sicherheitstechnik und Einbruchgefahr zu verstehen:Die Zeit spielt bei Einbrüchen die entscheidende Rolle. Die überwiegende Zahl der Täter sucht den einfachsten und schnellsten Zugang, um das Entdeckungsrisiko zu minimieren. Benötigt ein Einbrecher länger als fünf Minuten, um sich Zugang zu verschaffen, lässt er meist von seinem Vorhaben ab. Gute Tür- und Fenstersicherungen können also die meisten Einbrüche vereiteln.

Wirksamkeit der Sicherheitstechnik

Besonders aussagekräftig ist der statistische Vergleich: Während die Menge der Diebstahldelikte insgesamt leicht rückläufig ist, steigen die entstandenen Schäden. Parallel zum Wachstum des Marktes für Sicherheitstechnik wächst auch die Anzahl der gescheiterten Einbruchversuche. Mit anderen Worten: Die Investition in Sicherheitstechnik lohnt sich. Sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen.

 

Vorurteile & Mythen

Gefährliche Unwissenheit und falsche Vorstellungen sind leider weit verbreitet. Sie beweisen ein völlig realitätsfremdes Verständnis von Sicherheit. Eine Sammlung typischer Irrtümer:

„Wer einbrechen will, schafft es auch trotz aller technischen Sicherungen!“

Falsch: Die wenigsten Einbrecher gehören in die Sparte der gut ausgerüsteten Profis. Haus- und Wohnungseinbrecher sind häufig Gelegenheitstäter, die sich durch gute mechanische und elektronische Sicherungen abhalten lassen. Die Erfahrung zeigt: Diebe wollen sich schnell bedienen! Je mehr Hindernisse man dem Einbrecher in den Weg legt, umso seltener erreicht er sein Ziel.

„Einbrecher kommen nur nachts und da bin ich sowieso zu Hause!“

Falsch: 35 % der Wohnungseinbrüche finden tagsüber zwischen 6 und 21 Uhr statt. Durch Beobachtung (Klingeln, Anrufe) wird vorher die Abwesenheit der Bewohner festgestellt.

„Ich bin ja versichert und bekomme alles ersetzt!“

Aber: Keine Versicherung kann ideelle Werte ersetzen oder die psychischen Folgen von Einbrüchen ausgleichen. Viele Haushalte sind oft auch unterversichert.

„Von außen sichtbare Alarmanlagen sind eine Einladung für Diebe.“

Falsch: Die abschreckende Wirkung von sichtbaren Alarmanlagen ist statistisch erwiesen.

„Bei mir wird nicht eingebrochen, denn bei mir ist nichts zu holen!“

Falsch: Fast jeder unterschätzt die Werte, die er zu Hause hat. Außerdem weiß ein Einbrecher meist nicht vorher, ob es sich für ihn lohnt!